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Ausbildung zum MATA
Inhalt
Ausbildung zum mathematisch-technischen Assistenten (MATA) im FZK
Chemie-Studium an der TH Karlsruhe
Promotionsverfahren an der TH Karlsruhe bei Prof. Dr. Reinhart Ahlrichs

Ausbildung zum mathematisch-technischen Assistenten (MATA) im FZK

Die Ausbildung im Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) dauerte vom Oktober 1986 bis zum März 1989. Während der Ausbildung entwickelte ich mit FORTRAN77 das Programm AUTOCO, welches ein vorgebenes FORTRAN77-Programm mit Kommentarblöcken versieht. Dieses Programm hat mir und meinen Kollegen bei dem praktischen Teil der Abschlußprüfung sehr geholfen, indem es die Kommentierung der geschriebenen Programme sehr erleichterte. Die Abschlussprüfung setzte sich aus einem theoretischen Teil und einem praktischen Teil zusammen.

Der theoretische Teil bestand aus Prüfungen in Mathematik, Programmierung, einem Fachbericht sowie einer mündlichen Abschlußprüfung. Der praktische Teil der Prüfung bestand aus einer Programmierung und Dokumentation eines numerischen Verfahrens innerhalb von zehn Tagen in FORTRAN 77. Das Thema der Prüfung lautete

Interpolation mit Parametersplines.

Den theoretischen sowie den praktischen Teil schloß ich mit der Note gut ab.

Chemie-Studium an der TH Karlsruhe

Ich begann mein Studium der Chemie am Oktober 1990 an der Technischen Hochschule Karlsruhe (TH Karlsruhe) und beendete es im Dezember 1996 mit der Gesamtnote 'Mit Auszeichnung'. Im Grundstudium habe ich mich während des Grundpraktikums 'Quantitave Analyse' bei Prof. Dr. Krogmann mit Methoden zur Auswertung von Titrationskurven beschäftigt: Tangenten-, Interpolations-, Gran-Methode und der 'Kleinste Quadrat-Verfeinerung (KQV)'. Alle Methoden habe ich in Turbo Pascal Programme umgesetzt, um damit Titrationskurven zu analysieren. Im Hauptstudium legte ich meinen Schwerpunkt auf die physikalische Chemie, das sogenannte Vertiefungsfach. Ich absolvierte in diesem Fach zwei Vertiefungspraktika. Das eine führte ich im Arbeitskreis von Prof. Dr. M. Kappes durch und es ging um die Simulation der stoßinduzierten Fragmentation von Fullerenen mit Hilfe des Bindungs-Percolations-Modell [1]. Zur Berechnung der Fragmentationsspektren entwickelte ich ein FORTRAN77 Programm. Im zweiten Vertiefungspraktikum bei Arbeitskreis von Prof. Dr. W. Freyland untersuchte ich, inwieweit Elektronen in einfachen Modellpotentialen mit Pfadintegral Monte-Carlo-Simulationen beschreibbar sind. Auch hier entwickelte ich eine FORTRAN77 Programm, welches mit Hilfe dieser Theorie F-Zentren in K-KCl Schmelzen, zu beschreiben versucht.

Diplomarbeit bei Prof. Dr. Manfred Kappes an der TH Karlsruhe

Meine Diplomarbeit fertigte ich auch im Institut für physikalische Chemie bei Prof. Dr. M. Kappes, in Zusammenarbeit mit Prof. Ahlrichs, an. Der Titel meiner Diplomarbeit lautet:

Theoretische Untersuchungen zu Silberclusterkationen und deren Komplexe
In der Arbeit werden unter anderem die Strukturen der neutralen sowie einfachgeladenen Silbercluster mit Hilfe von DFT und MP2 berechnet [2].

[1] R.D. Beck,C. Warth, K. May, M.M. Kappes: Sufarce impact induced scattering of C_60. Detection of small C_m fragments by negative surface ionization, Chemical Physics Letters, 257, 557(1996)
[2] D. Schooss, S. Gilb, J. Kaller, M.M. Kappes, F. Furche, A. Köhn, K. May and R. Ahlrichs: Photodissociation spectroscopy of Ag_4^+(N_2)_m,m=0-4, Journal of Chemical Physics, 113, 5361(2000)

Promotionsverfahren an der TH Karlsruhe bei Prof. Dr. Reinhart Ahlrichs

Ich habe mich im Lehrstuhl für Theoretische Chemie unter der Leitung von Prof. Dr. R. Ahlrichs promoviert. Der Titel meiner Dissertation lautet

Kraftfeldmethoden und ihre Verwendung in ab initio Verfahren

Ich schloss mein Promotionsverfahren mit magna cum laude ab.

In dieser Arbeit wird die Implementation des Universal Force Field (UFF) von Rappe[1] in das TURBOMOLE Programmsystem vorgestellt. Es wurde damit untersucht, inwieweit eine Voroptimierung der Geometrie und die Berechnung einer Hesse-Matrix mit UFF eine nachfolgende Geometrieoptimierung auf DFT-Niveau beschleunigen kann.

Als Anwendung werden die adiabatischen Bindungsenergien von Wasserstoff bzw. Methyl an verschiedenen aktiven Zentren von polycyclischen Kohlenwasserstoffen (PAH) berechnet. [2],[3] Das Programm UFF wurde in FORTRAN90 geschrieben und besteht aus ca. 10.000 Zeilen Programmcode. Alle benötigten Array wurden dynamisch allokiert. Auf die aus FORTRAN77 bekannten COMMON-Blöcke wurde vollkommen verzichtet. Neben dieser Arbeiten habe ich unter anderem die Umstellung des Programmsystems TURBOMOLE von FORTRAN77 auf FORTRAN90 in Bezug auf die dynamische Allocation von Feldern gemacht. Zusätzlich habe ich das theoretische Praktikum im Rahmen des physikalisch-chemischen fortgeschrittenen Praktikum für vier Semester geleitet.

[1] A.K. Rappe and W.A. Goddard III, Journal of Physical Chemistry, 95, 1991(3558)
[2] K. May, S. Dapprich, F. Furche, B.V. Unterreiner and R. Ahlrichs: Structures, C-H and C-CH_3 bond nergies at borders of polycyclic aromatic hydrocarbons, Physical Chemistry Chemical Physics, 2, 5084(2000)
[3] K. May, B.V. Unterreiner, S.Dapprich and R. Ahlrichs: Structures and C-H bond energies of hydrogenated polycyclic aromatic hydrocarbons, Physical Chemistry Chemical Physics, 2, 5089(2000)

Autor: Klaus D. May    mail KlsDMay@aol.com   Zurück